FIPDAY
FIP - Forschen, entdecken und selbstständig lernen
Unsere Mühlengrundschule entwickelt sich immer weiter. So wurde aus dem bisherigen FreiDay unser FiPDay.
Wenn Kinder zu Forschern werden
Unser FiP-Tag bietet den Kindern die Möglichkeit, eigene Interessen zu entdecken, Fragen nachzugehen und zunehmend selbstständig zu lernen. Dabei entwickeln sie nicht nur fachliches Wissen, sondern auch wichtige Fähigkeiten wie Teamarbeit, Eigenverantwortung, Kreativität und Problemlösekompetenz.
Jahrgang 1 – Grundlagen schaffen
Im Jahrgang 1 steht zunächst die Aneignung von Basiswissen im Mittelpunkt. In abwechslungsreichen Lernarrangements lernen die Kinder grundlegende Inhalte und erste Methoden kennen. Sie erfahren, wie Lernen organisiert werden kann, wie sie Materialien nutzen und wie sie sich Schritt für Schritt immer selbstständiger mit Aufgaben auseinandersetzen können.
Jahrgang 2 – Erste Projekte gemeinsam gestalten
Im Jahrgang 2 werden die Kinder bereits an vorstrukturierte Projektarbeit herangeführt. Sie sammeln erste Erfahrungen darin, gemeinsam an einem Thema zu arbeiten, Aufgaben zu übernehmen, sich abzusprechen und eigene Ideen einzubringen.
Dabei lernen sie zunehmend, dass ein gemeinsames Projekt davon lebt, dass jeder seinen Teil beiträgt und Verantwortung für das gemeinsame Ergebnis übernimmt.
Jahrgang 3 – Forschen, tüfteln und eigene Wege gehen
Im Jahrgang 3 wird das selbstständige Forschen weiter ausgebaut. Mit dem Technikturm stehen verschiedene Projektkisten rund um das Thema Technik zum Ausprobieren, Tüfteln und Erforschen bereit.
Die Kinder wählen selbstständig ihren Partner, ihr Thema und ihren Forscherort. Sie überlegen, wie sie an eine Aufgabe herangehen möchten, probieren verschiedene Lösungswege aus und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell zu einer „richtigen“ Lösung zu kommen. Vielmehr erfahren die Kinder, dass Ausprobieren, Fehler machen, verändern und erneut versuchen wichtige Bestandteile des Lernens sind.
Jahrgang 4 – Programmieren und eigene Lösungen entwickeln
Im Jahrgang 4 geht es mit Lego Spike noch einen Schritt weiter. Die Kinder beschäftigen sich mit Projektkisten rund um das Programmieren und entwickeln eigene Lösungen.
Sie setzen sich zunehmend selbstständig mit den jeweiligen Programmen auseinander, planen ihre Vorgehensweise, probieren aus, verändern, verbessern und lernen aus ihren Erfahrungen.
Dabei übernehmen sie immer mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess: Was möchte ich herausfinden? Wie gehe ich vor? Was funktioniert bereits? Wo muss ich noch einmal anders denken?
FreiDay – Kinder gestalten Zukunft
Für die Kinder der Jahrgänge 3 und 4 besteht darüber hinaus die Möglichkeit, im FreiDay an selbst gewählten Zukunftsfragen und Projekten zu arbeiten.
Dabei geht es um echte Fragen und Herausforderungen aus der Lebenswelt der Kinder. Sie entwickeln eigene Ideen, suchen nach Lösungen und setzen ihre Projekte gemeinsam um.
Der FreiDay verbindet projektbasiertes Lernen mit gesellschaftlichem und ökologischem Engagement. Die Kinder arbeiten dabei häufig fächer- und jahrgangsübergreifend im Team und erleben, dass ihre Ideen etwas bewirken können.
Die Lehrkräfte geben dabei nicht den Lösungsweg vor, sondern begleiten die Kinder als Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter. Sie unterstützen, stellen Fragen, geben Impulse und helfen den Kindern dabei, ihren eigenen Lernweg zunehmend selbst zu gestalten.
Gemeinsam selbstständig werden
Unser FiP-Tag findet nun schon seit einem Schuljahr immer montags statt, sofern ausreichend Lehrkräfte für die Begleitung zur Verfügung stehen. Gerade bei offenen und selbstständigen Lernformen ist eine verlässliche Begleitung besonders wichtig.
Denn selbstständiges Lernen bedeutet nicht, dass Kinder einfach machen können, was sie möchten. Im Gegenteil: Je mehr Freiheit Kinder beim Lernen erhalten, desto mehr brauchen sie Orientierung, klare Absprachen und einen verlässlichen Rahmen.
Deshalb gehören gemeinsame Regeln und ein achtsamer Umgang miteinander ganz selbstverständlich zu unserem FiPDay.
Die Kinder lernen dabei beispielsweise,
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sich für einen Lernort und eine Aufgabe zu entscheiden,
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Materialien sorgfältig und verantwortungsvoll zu nutzen,
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Absprachen mit anderen Kindern einzuhalten,
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sich gegenseitig zuzuhören und unterschiedliche Ideen zuzulassen,
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gemeinsam Entscheidungen zu treffen,
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Konflikte möglichst eigenständig zu lösen,
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bei Schwierigkeiten nicht sofort aufzugeben,
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Hilfe einzufordern und anderen Hilfe anzubieten,
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Verantwortung für das eigene Handeln und die eigene Arbeitsweise zu übernehmen.
Gerade in den Jahrgängen 3 und 4 ist das besonders wichtig. Wenn Kinder sich frei bewegen, selbstständig Partner wählen, verschiedene Lernorte nutzen und an unterschiedlichen Projekten arbeiten, braucht es Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit.
Ein Kind, das konzentriert an einer Programmieraufgabe arbeitet, braucht beispielsweise einen Lernort, an dem es sich gut konzentrieren kann. Eine Gruppe, die gemeinsam eine technische Herausforderung löst, muss sich aufeinander verlassen können. Und wer Materialien nutzt, trägt Verantwortung dafür, dass auch das nächste Kind damit arbeiten kann.
Deshalb verstehen wir Selbstständigkeit immer auch als soziale Verantwortung.
Die Kinder sollen erfahren:
Meine Freiheit endet dort, wo ich die Lern- und Arbeitsmöglichkeiten anderer einschränke. Gleichzeitig darf ich darauf vertrauen, dass auch andere Rücksicht auf mich nehmen.
Wir sprechen deshalb regelmäßig mit den Kindern darüber, wie eine gute Lernatmosphäre gelingt, reflektieren gemeinsam Erfahrungen und besprechen, was bereits gut funktioniert und wo wir als Gemeinschaft noch besser werden können.
Denn unser Ziel ist nicht nur, dass Kinder selbstständig lernen können. Wir möchten sie auch darin stärken, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam Lösungen zu finden und ihre Lernumgebung aktiv mitzugestalten.
So entsteht Schritt für Schritt eine Lernkultur, in der Kinder forschen, tüfteln, ausprobieren, Fragen stellen, Fehler machen, Lösungen entwickeln und eigene Ideen verwirklichen können – und dabei gleichzeitig lernen, dass selbstständiges Handeln immer auch Verantwortung für die Gemeinschaft bedeutet.
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Findungsphase
Am Beginn eines Projekts steht eine Idee.... und wenn da keine ist? Was, wenn Nachhaltigkeit für mich mit Müllaufsammeln und Müllvermeidung verknüpft ist und ich weiter nichts damit verbinde?
Dann ist das für den Moment einfach so. Gemeinsam setzten wir uns, das heißt Lernbegleitung und Kinder, an einen Tisch und überlegen, wo denn Interessen liegen. Erinnern wir uns? Hier kommen unsere Superkräfte ins Spiel ;-)
Schwupps entstehen so erste Gedanken und Ideen, formen sich Ziele: große und kleine. Die gilt es dann runterzubrechen und in kleine Schritte zu unterteilen. Dafür kümmern wir uns in einem zweiten Schritt bei der Planungsbesprechung. Alle Schritte aufgedröselt geht es dann in den Kleingruppen ans Werken. Hierbei helfen sowohl das Logbuch, dass am Ende eines Tages zur Reflexion der Arbeitsweise dient, als auch die Planung per se.
Kindergarten Kooperation
Kneten fördert die Feinmotorik, Hand- Augen- Koordination und die Entwicklung der Handmuskulatur. Es ist ein wichtiger Baustein für die motorische Entwicklung von Kindern. Außerdem ist sie ein wunderbares Material, um die Kreativität und Vorstellungskraft unserer Kinder zu fördern. Genau das dachte sich auch unsere Kindergarten Kooperationsgruppe und so machte sich eine 6-köpfige Gruppe auf den Weg Rezepte zu erproben und Knete umweltfreundlich und natürlich, ohne Zusatzstoffe herzustellen. Ein Rezept gefunden, wurde dieses zunächst einem Belatungstest unterzogen. War dieser bestanden, ging es daran die Kindergärten in der Gegend zu kontaktieren, um die Anzahl der zukünftigen Schukis zu erfragen und das Projekt vorzustellen. Die Termine vereinbart, ging es dann mit den schriftlichen EInverständniserklärungen der gruppenzugehörigen Eltern und einer Mama im Gepäck ins Zwergennest, wo interessierte, motivierte Kinder in die Kunst der Kneteherstellung eingeführt wurden.
Lernen: Von Kindern für Kinder!
Lust nachzumachen? Hier geht´s lang:
Upcycling mit Papier
Schon mal daheim unschönes Papier gehabt, dass eigentlich so keine weitere Verwendung hat? Prospekte etwa oder Blätter aus einem Block? Dann kommt hier eine super Idee. Unsere kreativ Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht aus altem Papier Schmuck herzustellen: Kleine Papierkugeln. Einige größer, einige kleiner, einige länger, einige schmaler.... und zusammen, so aneinander aufgereiht entstehen aus den unscheinbaren Papieren und Blättern, schöne Ketten und Armbänder.
Lust nachzumachen?
Hier ein Link zu einer Bildanleitung:
