• Lesezeit

  • Lesezeit

        • Was ist die Lesezeit?

        • Laut IGLU-Studie kann bundesweit nahezu jedes vierte Grundschulkind der 4. Klasse nicht richtig lesen. Das Ministerium für Schule und Bildung reagierte vergangenes Schuljahr auf die besorgniserregenden Ergebnisse und setzte gezielte Schwerpunkte, um die Basiskompetenzen der Grundschülerinnen und Grundschüler Schritt für Schritt zu fördern. Die Förderung der Basiskompetenz Lesen nimmt einen besonderen Schwerpunkt ein, denn Lesekompetenz ist ein Eckpfeiler der Bildungsgerechtigkeit. So wurde im Schuljahr 2023/24 der Fokus auf die Förderung der Basiskompetenz Lesen und damit auf die Stärkung des Leseunterrichts gelegt und eine verbindliche Lesezeit eingeführt. An unserer Schule bedeutet dies, dass wir alternierend 10-15 min lesen, um so auf die geforderten 60 min wöchentlich zu kommen. Hierzu nutzen wir unterschiedliche Methoden, die wir quartalsweise ein- und durchführen. Am Ende eines jeden Quartals evaluieren wir den Fortschritt mit einem kleinen Lesetest, der die Lesegeschwindigkeit, das Leseverständnis und das Tempo misst. 

        • Das Chorische Lesen

        • Beim Chorischen Lesen lesen alle Kinder gleichschrittig und gemeinsam mit ihrer Lehrerin einen Text. 

          Das Ziel des chorischen Lesens ist es, schwächere Leserinnen und Leser zu befähigen, angemessen schnell und adäquat betont zu lesen sowie eigene Lesefehler zu bemerken und zu korrigieren (Rosebrock et al., 2011).

          Foto von Ben White auf Unsplash

        • Das Würfellesen

        • Beim Würfellesen lesen die Kinder in Zweiergruppen gemeinsam einen Text. Hierbei gibt der eine Würfel die Sozialform (ich- du- wir) und der Andere die Art des Lesens (leise, rückwärts, wie ein Roboter,...) an. 

           

          Foto von Markus Winkler auf Unsplash

        • Das Blitzlesen

        • Blitzlesen ist eine kurze Leseübung, bei der Kindern einzelne Wörter für einen kurzen Moment gezeigt werden – beispielsweise auf Wortkarten oder auf einem Bildschirm. Die Kinder lesen das Wort laut vor. Durch regelmäßige Wiederholung sollen sie vertraute Wörter zunehmend schnell und sicher erkennen, ohne sie jedes Mal Buchstabe für Buchstabe erlesen zu müssen. Dabei entsteht ein sogenannter Sichtwortschatz. Besonders geeignet sind häufig vorkommende Wörter wie „und“, „ich“, „die“ oder „haben“.

          Kleine Erfolgserlebnisse stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und können Freude am Lesen wecken. Dabei darf jedes Kind in seinem Tempo lernen – sicheres Lesen ist wichtiger als Schnelligkeit.

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