Vom Ei zum Küken 🐣 – Chronik eines aufregenden Projektes
13.04.2026 ist in das Schulbüro etwas ziemlich Aufregendes eingezogen – und diesmal sind es keine verlorenen Turnbeutel oder Brotdosen: Eine Brutmaschine mit Hühnereiern hat den Weg in unsere Schule gefunden!
Es wurde fleißig gebrütet, gewartet und natürlich ganz genau durch die Fensterscheibe zum Büro beobachtet. Für die Kinder ist das eine tolle Gelegenheit, hautnah mitzuerleben, wie aus einem Ei ein kleines Küken schlüpft – quasi „Biologie zum Mitfiebern“.
Keine Sorge: Die Küken blieben natürlich nur vorübergehend bei uns und sind bereits jetzt artgerecht untergebracht. Vielen Dank an dieser Stelle an die Familie Scheding, die uns mit Rat und Tat bei diesem Projekt zur Seite stehen und sich nun um unsere Mühli-Küken kümmern.
Am 21.04.2026 war großer Eiercheck. Alle Eier wurden genauestens kontrolliert, das heißt, jedes Ei wurde einzeln durchleuchtet.
Beim Durchleuchten konnte man sehen, ob sich in den Eiern tatsächlich kleine Küken entwickeln. Manche Eier zeigten feine Adern – ein sicheres Zeichen dafür, dass dort Leben entsteht. Manches Mal konnte man auch schon einen kleinen Knubbel im Ei entdecken. Diese Eier sind in der Brutmaschine verblieben.
Natürlich sorgte das auch im Schulalltag weiterhin für Gesprächsstoff. Immer wieder kamen neugierige Kinder ins Büro und fragen: „Und? Ist schon eins geschlüpft?“ oder meinten schon, einen Knacks in einem Ei entdeckt zu haben. Manche drückten sich die Nase an der Scheibe platt, als könnten sie so die Küken zum schnelleren Wachsen motivieren.
Seit dem 04.05.2026 begleitete uns beim Arbeiten im Büro nicht nur das leise Summen der Maschine, sondern auch ein wundervolles Piepen.
Am Vormittag wurden die Eier umgebettet und lagen auf einer 'Stammschlupfhorde'. Diese Schublade ist notwendig, damit die geschlüpften Küken nicht einfach unten auf den Boden der Brutmaschine fallen.
Die Aufregung war groß und vor dem Bürofenster drückten sich die Kinder nun wirklich die Nase platt. "Das Ei hat sich bewegt" - ein Satz, der mehrfach durchs Schulgebäude hallte :-).
Bereits am Abend waren die ersten Küken tatsächlich schon dabei, sich von ihrer Schale zu befreien und hatten kleine Löcher in die Eierschale gepickt.
Am Morgen des 05.05.2026 war die Überraschung groß: insgesamt 25 kleine Flauschbälle begrüßten unsere Schulkinder und piepsten fröhlich in der Brutmaschine. Die kommenden Tage war der Platz am Bürofenster der begehrteste der ganzen Schule.
Am 08.05.2026 haben wir von unseren Mühliküken Abschied genommen. Die Brutmaschine und die große Kükenbox, in der 37 kleine Flaumknubbel durcheinander gepiepst haben, sind abgeholt worden.
Eine wundervolle aufregende Zeit geht nun zu Ende, aber die Küken wachsen so schnell, dass sie nun mehr Auslauf, mehr Futter und die weitere richtige Betreuung brauchen.
Wir sind dankbar, dass wir so etwas wunderbares begleiten durften.
Im Laufe der letzten Tage waren auch viele Eltern im Haus, die ebenfalls verzückt und begeistert waren.
Aber alles Schöne hat in der Regel auch ein Ende.
Naja, ganz zu Ende ist unsere Begleitung ja nicht…: in Absprache mit der Familie Scheding bekommen wir regelmäßig Infos zu den Patenhühnern 🐣🐥🐓
Mal schauen, wann das Schulbüro wieder einmal zum aufregendsten Ort der ganzen Mühlengrundschule wird 😉
